Foto: Hund mit Kuchen

Wie Achtsamkeit die Performance und Geschäftsergebnisse verbessert

Interessant, welche Assoziationsketten der Begriff Achtsamkeit auslöst. Dieser Artikel beleuchtet, weshalb wir Achtsamkeit falsch einschätzen und als Instrument der Selbstführung ungenutzt lassen. Ein Fehler, wie ich finde.

Wie schwierig die Achtsamkeit zu fassen ist, wurde mir beim Lesen der Kommentare zu einem LinkedIN-Beitrag klar.

Irreführende Sichtweise auf Achtsamkeit

Die einen denken an ZEN-Meditation und gequältes, schweigsames Sitzen auf dem Steiß. Die anderen riechen Opium fürs Arbeitsvolk.

Beides impliziert Achtsamkeit als Addon ohne echte Daseinsberechtigung. Dabei ist sie eine Grundfunktion unseres menschlichen Potenzials. Der Mensch ist ohne Achtsamkeit nicht denkbar und nicht lebbar.

Achtsamkeit ist ein integrales Feature des Menschen

Wir haben „nur“ den Bezug zur Achtsamkeit verloren.  Achtsamkeit ist unverzichtbares Werkzeug im Innenraum. Der hat in der Businesswelt keine Konjunktur. Oder doch? Sagen wir optimistisch er ist im Aufschwung.

Der Außenraum dagegen ist sehr populär. Wir werkeln, wirbeln und wuseln im Außen und idealisieren das TUN. Aktivität wirkt immer produktiv, auch wenn am Ende nichts dabei rauskommt.

Dabei verlieren wir die Verbindung zum Innenraum und diskreditieren das SEIN zum Lifestyle-Nischen-Programm.

Aber! Von wo aus lenken wir? Aus dem Innenraum. Du sitzt beim Fahren eines Porsche ja auch nicht auf der Motorhaube.

Und! Wo entstehen Problemlösungen? Im Raum jenseits des Problems. Im Raum der frei wird, wenn wir den Schritt zurücktreten. Den Problemraum verlassen.

Achtsamkeit lenkt das bewusste Wahrnehmen in den Innenraum. Damit wird der Problemraum verlassen. Es entsteht ein Vakuum, das von unserem Gehirn automatisch mit Neuem befüllt wird. So funktioniert unsere Hardware da oben.

Achtsamkeit kann Performance und  Geschäftsergebnisse verbessern

Der optimale Betriebsmodus ist das zeitweilige Fokussieren nach Innen, ins Wahrnehmen. Schauen wir mal, welche Türen sich dann auftun:

  1. Dort können wir Emotionen schürfen und sie für die emotionale Intelligenz nutzbar machen. Das wirkt sich konkret auf Umsatzzahlen aus. Die Forschungsergebnisse von Daniel Goleman belegen, dass emotionale Intelligenz, die ein positives Arbeitsklima erzeugt, das Geschäftsergebnis um 20-30 % verbessern kann. Vergleichen Sie das mal mit Ihren bescheidenen Quartalsprognosen.
  2. Achtsamkeit öffnet eine Tür zum schöpferischen Gehirn. So ist das Beobachten der Flammen in einem Lagerfeuer eine Form der Meditation. Das Gehirn schaltet in einen Offline-Modus, der die Kreativität anregt. Studien zeigen, dass solche meditativen Pausen, auch wenn sie nur 12 Minuten dauern, die Fähigkeit zur Problemlösung um 41 Prozent erhöhen.

Eine Tür wird allerdings zugeschlagen: das ist die Tür zum Multitasking. Auch das haben Studien gezeigt: Wer sich achtsam nur einer Sache widmet ist produktiver als ein Multitasker. Adiéu Mythos Multitasking.

Fazit

Achtsamkeit ist kein Addon für die Freizeit. Achtsamkeit ist ein Führungsinstrument, das eine bessere Performance ermöglicht. Anhaltende und gesunde Highperformance ist möglich, wenn Achtsamkeit strategisch genutzt wird.

 

Schreibe einen Kommentar