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Warum Menschen süchtig sind nach Drama … und wozu das gut sein kann

In diesem Artikel geht es um Emotionen (und um ein Geschenk). Es gibt Menschen, vielleicht gehörst du auch dazu, die scheinbar überwiegend im Gefühlschaos leben. Menschen, deren Leben eine Aneinanderreihung emotionaler Katastrophen ist. Bei ihnen ist nichts lauwarm oder mittelmäßig. Sie haben permanentes Drama und scheinen sich darin wohlzufühlen wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser. Warum ist das so?

Wir sind tatsächlich süchtig nach Emotionen. Und das sind keineswegs nur positive Gefühle wie Glück, Zufriedenheit oder Gelassenheit.

Was sind Emotionen und Gefühle eigentlich? Sind die beiden identisch? Ja und nein. Es gibt auch keine allgemeingültige Definition dieser Begriffe. Antonio Damasio, der Neurologe, sagt dass die beiden gekoppelt aber nicht identisch sind. Zuerst entsteht die Emotion, sie ist die Sinneswahrnehmung, eine Körpersensation wie beispielsweise Herzklopfen, Engegefühl, Kribbeln, Hitze.

Diese Emotionen sind biochemische Marker, die Muster bilden können. Anders ausgedrückt: die Biochemie erzeugt eine Emotion. Das Gehirn produziert Neuropeptide, das sind Botenstoffe, die Emotionen auslösen. Das hat die Neurowissenschaftlerin Dr. Candace Pert (leider schon verstorben, eine großartige Frau!) herausgefunden. Sie nannte diese Neuropeptide die Moleküle der Gefühle.

Auf die Emotion folgt dann das Gefühl. Das ist das Etikett, das ich diesem einzigartigen Muster gebe. Ein bestimmter biochemischer Cocktail wird als Prüfungsangst deklariert, ein anderer als Glücksgefühl. Damit haben wir die Brücke zu den Gedanken. Die Emotion erzeugt ein Gefühl und das Gefühl führt zu entsprechenden Gedanken.

Doch wieso ist jetzt jemand süchtig nach negativen Gefühlen wie Deprimiertheit, Stress oder Drama?

Dazu gibt es interessante Erkenntnisse. Kinder, die in einem stressvollen Umfeld aufwachsen, mit traumatischen Erfahrungen, seelischem Leid oder unberechenbaren Gefühlsäußerungen von Bezugspersonen gewöhnen sich an dieses Wechselbad von Adrenalin (Stresshormon) und Endorphin (Glückshormon). Diese biochemischen Marker mit extremen Ausschlägen bilden Muster. Einfach gesagt ist der Organismus an diese typische Biochemie – auch wenn sie leidvoll und schmerzhaft ist – so gewöhnt, dass er danach strebt, dieses „Gleichgewicht“ immer wieder herzustellen.

Im Gehirn entsteht so etwas wie ein Suchtkreislauf, da es immer wieder nach diesem Endorphin verlangt, das aber an das Adrenalin gekoppelt ist. Jetzt hat man einen Menschen, der süchtig ist nach dem großen Drama. Vielleicht kennst du auch jemand, der so tickt und sich im Drama richtig wohlfühlt.

Ich finde man könnte es mit dem Rauchen vergleichen. Die ersten Zigaretten schmecken nicht und kratzen extrem im Rachen und Hals. Dann gewöhnt man sich daran und später ist man so konditioniert, dass man glaubt die Zigarette zu brauchen.

Wozu kann das nun gut sein? Schon das Erkennen von Mustern ist ein wichtiger Faktor. Ich kann ja nichts ändern, was ich nicht erkenne. Um den Fleck zu entfernen, muss ich erst mal sehen, dass da ein Fleck ist.

Die Aufgabe könnte sein, die großen Ausschläge nach oben und unten zu nivellieren. Lernen, aus den extremen Polen immer wieder der Mitte nahezukommen. Das Lebensthema könnte heißen: Ausgleichen lernen, statt zwischen den totalen Gegensätzen zu pendeln.

Du könntest erkennen, dass du die Macht über deine Gefühle hast. Dass Emotionen nur biochemische Gewitter im Gehirn sind und es an dir liegt, welche Gefühle daraus entstehen. Dass du entscheiden kannst, welchen Einfluss du diesen Gefühlen zugestehst.

Du bist nicht deine Emotionen. Du bist nicht deine Gefühle. Du bist nicht deine Gedanken. Du bist der unsichtbare Puppenspieler, der die Fäden zieht.

Möchtest du lernen, deine Emotionen zu kontrollieren? Dann habe ich ein nützliches Geschenk für dich. Die erste CD meines Neuroaudiotraining enthält eine Trancemeditation, mit der du genau das trainieren kannst. Du lernst, dich nicht mehr mit den Gefühlen/Emotionen zu identifizieren. Statt dessen gehst du in die Beobachterposition. Du nimmst die Emotionen wahr, bleibst aber auf Distanz. So kannst du sie leichter wieder verabschieden,  anstatt dich von ihnen gefangen nehmen zu lassen. Hol dir dein Geschenk hier.

Alles Liebe, Ava

 

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