Das Gewicht der Angst

Im Netz finde ich langwierige Diskussionen über Angst. Auch unter Experten. Ist Angst ein nützlicher Mechanismus, der vor Schaden bewahrt, oder ein lästiges Gefühl, das man ausmerzen muss wie Unkraut? Die Palette der Meinungen ist so vielfältig wie die Menschheit.

Schlägst du dich auch mit diesem Thema herum, weil die Angst so viel Raum in deinem Denken, Fühlen und Handeln einnimmt?

Lassen wir die Frage beiseite ob es nützliche Ängste gibt oder nicht. Es ist müßig zu diskutieren, ob die Angst vor dem Feuer dich sinnvoll schützt oder nicht. Es gibt sogar Menschen, die sprichwörtlich durchs Feuer gehen, um ihre Angst zu überwinden. Danach sind sie verwandelt. Es gibt Menschen, die sich immer wieder todesmutig ins Bodenlose stürzen. Danach fühlen sie sich lebendiger. Niemand kann für dich festlegen, ob deine Angst nützlich ist oder nicht.

Angst definiert eine rote Linie – deine ganz persönliche rote Linie. Sie markiert die Grenze zwischen deiner Komfortzone und der Wachstumszone. Du alleine entscheidest, ob du diese Grenze überschreitest oder nicht. Du entscheidest wann du sie überschreitest.

Angst ist der Felsbrocken, der so unendlich schwer an deinem Bein klebt oder auf deinem Rücken sitzt. Denn Angst ist gebundene Energie. Diese Energie kannst du mit dem Schritt über die rote Linie freisetzen. Du musst nicht die Angst an sich bekämpfen. Geh diesen einen Schritt über die rote Linie. Damit sprengst du den Felsbrocken … und alles andere entwickelt sich.

Erich Fried hat über die Angst geschrieben. Wir stellen uns diese scheinbar notwendigen Fragen. Wir schlucken Steine als Strafe für Glück. Die einzig relevante Frage ist jedoch die, ob ich die rote Linie überschreiten will. Bleibe ich gefangen in meiner Angst oder setze ich die Energie frei. Ich habe die Wahl.

Notwendige Fragen

Das Gewicht der Angst
Die Länge und Breite der Liebe
Die Farbe der Sehnsucht
im Schatten und in der Sonne

Wie viel Steine geschluckt werden müssen
als Strafe für Glück
und wie tief man graben muss
bis der Acker Milch gibt und Honig

 

 

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