Foto: Fahrradfahrendes Paar (Dateiname: couple-955926_1280)

3 Dinge, die ein Paar entzweien oder verbinden

In diesem Blog-Artikel geht es um das uralte Spiel zwischen den Geschlechtern. Was haben Männer und Frauen gemeinsam und was trennt sie? Es ist eines der beliebtesten Gesprächsthemen. Manche sagen, dass ihnen das andere Geschlecht ein ewiges Mysterium bleibt. Ich möchte das etwas beleuchten.

Es geht weniger darum, das andere Geschlecht zu verstehen. Es geht aus meiner Sicht viel eher darum, die eigene Sichtweise bewusst zu machen. Viele Missverständnisse und Schwierigkeiten entstehen auf der Basis der eigenen Historie, die in Bezug gesetzt wird zu dem was man gerade mit einem Menschen erlebt.

Erinnere dich daran: du kennst niemals die ganze Biographie eines Gegenübers. Du weißt nie, welche Verletzungen und seelischen Wunden sein Handeln beeinflussen. Möglicherweise haben seine Reaktionen gar nichts mit dir zu tun. Vielleicht rührst du unbeabsichtigt an eine unverheilte Wunde und verursachst Schmerz.

Hier drei Dinge, die trennend wirken

1. Immer den Unterschied zwischen ihr und ihm betonen

Das permanente Erwähnen, dass Männer bzw. Frauen ja anders ticken, ist wie eine glimmende Lunte. Eine Weile mag das ja witzig sein. Auf Dauer aber führt das zum Knall. Es ist wie ein Spaltpilz, der dich von deinem Partner entfernt. Vermeide es, ständig zu erwähnen, dass er/sie anders ist. Ja, er ist so. Das ist ja der besondere Reiz. Man muss es nur nicht ständig in einem negativen Kontext betonen.

2. Ständiges Bewerten

Sei mal ehrlich mit dir selbst: wie oft beurteilst und bewertest du das Tun deines Partners? Ertappst du dich häufiger dabei, dass du erwähnst, was er/sie hätte besser machen können. Machst du gern Witze über die kleinen Makel deines Partners? Das kennen wir alle und wir alle haben es schon gemacht: Wir frotzeln über die liebenswerten Schrullen und Macken des Partners. Aus dem anfänglichen humorvollen Augenzwinkern wird später ein Augenrollen und irgendwann ein grimmiges Vorwurfs-Gesicht. Denke daran: du hast dich für diesen Menschen entschieden. Mit allen Features und Mängeln. Beim Auto nennt man das „gekauft wie gesehen“. Du musst die Schrammen und Macken nicht dauernd erwähnen. Die Gefahr ist groß, dass dies zu einem Dauernörgelthema wird. Tu es einfach nicht!

3. Die Klischeefalle

Ja, die Männer sind vom Mars und die Frauen von der Venus. Männer reden nicht gern über Gefühle und Frauen quatschen zu viel. Das starke und das schwache Geschlecht etc. Es gibt eine ganze Klischeewelt, wenn es um die Geschlechter geht. Für Frauenabende, Herrenstammtische und alles was unter Humor und Comedy fällt, ist das ganz schön und es darf gelacht werden. In der Beziehung ist Klischee ist ein anderes Wort für eine Kollektion festgefahrener Muster. Das Wir ist eine sehr individuelle Synthese aus Ich und Du. Da darf man in Bewegung bleiben und sich gemeinsam weiterentwickeln. Das heißt immer mal wieder überholte mentale und emotionale Muster ausmisten. Weg mit alten Klischees.

Und drei Dinge, die verbinden oder sogar zusammenschweißen

1. Statt Defizite zu sehen, im Wir die Ergänzung erkennen

Du hast die Wahl. Du kannst dich täglich darüber ärgern, dass dein Partner nicht romantisch veranlagt ist. Oder du machst Romantik für dich zur Chefsache und sorgst dafür, dass dieser Part in eurer Beziehung in professionellen Händen bleibt. Sag mir einen Grund, warum du von deinem Partner etwas erwarten solltest, was er nicht leisten kann? Das führt zu unnötigen Verspannungen. Überlass ihm dafür einen Bereich, in dem du nicht gut bist. Und genießt dann bitte beide, dass ihr eine besondere Einheit bildet. So entsteht die vielbeschworene, erfüllende Ganzheit in einer Beziehung.

2. Pflege Wertschätzung

Betrachte den Menschen an deiner Seite niemals als etwas Selbstverständliches. In manchen langjährigen Beziehungen mutiert der Partner unmerklich zum Möbelstück. Es darf dein tägliches Wunder sein, dass du dich mit Liebe in den Augen dieses Menschen erkennen kannst. Nimm es nie als gegeben hin, dass dir diese Liebe geschenkt wird. Auch und vor allem in schwierigen Zeiten. Ärger und Streit sind nur vorübergehende Energieausbrüche. Das seid nicht ihr. Wenn die Wolken verraucht sind, seid ihr beide immer noch da. Stabil auf dem Boden der Entscheidung für das Wir.

3. Gemeinsames Weltbild

Erwarte nicht, dass dein Partner ähnlich tickt wie du, beispielsweise genauso schüchtern ist oder genauso selbstbewusst. Viel wichtiger ist, dass ihr beide dieselbe Landkarte von der Welt habt. Ein gemeinsames Weltbild verbindet stärker als die gemeinsame Vorliebe für langes Ausschlafen. Teilt ihr dieselben Werte? Wenn dem einen Status wichtig ist und der andere lieber die Welt rettet, wird das auf Dauer auseinanderdriften. Habt ihr ähnliche Überzeugungen? Es geht nicht gut zusammen, wenn er auf Karriere geeicht ist und davon ausgeht, dass die Frau dafür zurücksteckt, sie dagegen selbstverständlich erwartet, dass man sich Elternpflichten teilt.

Der allerbeste Beziehungstipp ist immer noch: redet miteinander! Klartext, bitte. Kein endloses Debattieren und Argumentepflügen. Kein aggressives Statement. Ich meine echte Kommunikation. Sagen was man fühlt. Aussprechen was man denkt. Einander ausreden lassen. Fragen wie der andere dies oder jenes meint. Sich dafür extra Zeit nehmen. Und nach einem Streit immer versöhnen! Wo auch immer der beste Ort dafür ist… 😉

Wie haltet ihr es in der Beziehung? Was sind eure Tipps für eine gelingende Partnerschaft? Schreibt gerne in die Kommentare.

Alles Liebe, Ava

 

 

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